Neue Sturmgewehre für die Bayerwaldgrenadiere

Das Panzergrenadierbataillon 112 beginnt mit der Einführung
des G95 als neue Standardwaffe

Anfang dieses Jahres erhielt das Panzergrenadierbataillon 112 knapp 400 neue G95, als einer der ersten Verbände der Streitkräfte. Es ist die neue Standardwaffe der Bundeswehr und wird das G36 damit ablösen. Nachdem erste Kräfte auf Lehrgänge an der Waffe befähigt wurden befindet sich das Bataillon nun seit Juni bereits in der Umrüstung. Dabei werden Schritt für Schritt die Soldaten am neuen Gewehr ausgebildet. Denn Gewehr ist nicht gleich Gewehr, auch wenn der Hersteller, Heckler & Koch, gleichgeblieben ist. Das G95 ist in jeglicher Hinsicht eben keine Weiterentwicklung des G36, wesentliche Merkmale der Waffen unterscheiden sich. Grundsätzlich macht das G95 einen hochwertigen Eindruck, überwiegend ist es aus Metall hergestellt. Schulterstütze und Griffstück können vollkommen an den Schützen angepasst werden, sodass ein optimaler Griff der Waffe gewährleistet werden kann. Die Magazine sind an den NATO-Standard angeglichen worden, sodass es möglich ist, künftig einfacher Magazine und Munition unter den Partnerstreitkräften auszutauschen.
Ein Wechsel der Standardwaffe war bereits von G3 auf das G36 mit viel Wehmut verbunden. Schließlich sind die Bayerwaldgrenadiere das G36 und dessen Varianten nicht nur gewöhnt, die Handhabung der alten Standardwaffe ging ihnen in Fleisch und Blut über. Man kannte sein Gewehr, jede Ecke, jede Kante, hat es bereits oft blind zerlegt und wieder zusammengesetzt. Jetzt gilt es sich mit der neuen Waffe genauso vertraut zu machen.
Nach den ersten Schießen beschreiben viele Bayerwaldgrenadiere, dass das G95 sehr gut in der Hand liegt, der Abzug angenehm und die Handhabung an sich einfach ist. Erste Erfahrungen bei der Reinigung und Instandhaltung der Waffe zeigen auch, dass es durchaus pflegeleicht ist, gut zerlegbar und trotzt auch bei Belastung inneren wie auch äußeren Einflüssen.
Das Ziel des Bataillons ist es, bis Ende dieses Jahres alle Soldatinnen und Soldaten an der neuen Standardwaffe ausgebildet zu haben, sodass die sich noch im Bestand befindlichen G36 abgegeben werden können.

Foto/Quelle: Si, Bundeswehr

Nach oben scrollen