Basisausbildung bei den Bayerwaldgrenadieren beginnt

Neue Rekrutinnen und Rekruten seit Anfang Juli in der Bayerwaldkaserne.

„Zum Meldekopf für die Basisausbildung der Straße folgen, zweites Gebäude auf der rechten Seite!“ So wurden viele der jungen Männer und Frauen an der Wache der Bayerwaldkaserne am 1. Juli aufgenommen. Tröpfchenweise erreichen sie das Kompaniegebäude, für die nächsten sechs Monate wird das ihre neue Heimat werden. Hört man sich um, was sie bewegt hat in die Streitkräfte einzutreten, so stellt man fest, dass es dieser Generation an Rekrutinnen und Rekruten um zwei wesentliche Dinge geht: Verantwortung übernehmen und die Gelegenheit zu erhalten, durch Herausforderungen über sich hinauszuwachsen. Eben für letzteres bietet die Ausbildung in den Streitkräften viele Gelegenheiten.
Ausbildung mit Fokus zunächst auf Heimatschutz
Die ersten drei Monate der Basisausbildung bilden den Grundstock. Dabei erwerben die Rekrutinnen und Rekruten allgemeine militärische Fähigkeiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Aufgaben des Heimatschutzes. Dazu gehören beispielsweise die Sicherung und Bewachung wichtiger Infrastruktur, öffentlicher Einrichtungen oder bestimmter Geländeabschnitte. Diese Ausbildung bildet zugleich die Basis für eine spätere Verwendung in der Reserve. Nach diesen drei Monaten geht es für manche der Rekrutinnen und Rekruten weg zu anderen Standorten, wo sie spezifisch für ihre eingeplante Truppengattung ausgebildet werden.
Fordernde Ausbildung zum Panzergrenadier
Wer sich bei der Einplanung dafür entschlossen hat Panzergrenadier zu werden, verbleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit in Regen. Hier werden die jungen Männer und Frauen innerhalb weiterer drei Monate zum Kampf auf- und abgesessen mit und um ihren Schützenpanzer PUMA ausgebildet. Dies befähigt sie später ihren Dienst in einer der Kampfkompanien verrichten zu können. Dabei wird in der Ausbildung das gesamte Aufgabenspektrum der Panzergrenadiertruppe abgebildet. Die Bayerwaldgrenadiere gehören zu den gepanzerten Kampftruppen, sie sind damit Hauptträger des Gefechts zu Lande und damit geht auch eine fordernde Ausbildung einher. Die Rekrutinnen und Rekruten lernen den Umgang mit den schweren Waffen der Truppe kennen, vom Maschinengewehr über die Granatpistole bis hin zur Panzerfaust und Kampfmitteln wie Handgranaten. Alles muss natürlich zunächst „trocken“ eingeübt werden, worauf anschließend der scharfe Gebrauch der Waffen auf der Schießbahn folgt. Daneben werden die Soldatinnen und Soldaten in den wichtigsten Gefechtshandlungen ausgebildet: Verteidigung, Verzögerung und Angriff, sodass sie schließlich in einem Trupp der Stärke Sechs, im engen Zusammenwirken mit weiteren Trupps im Zug agieren können.
Wer sich anschließend nach der Ausbildung in eine der Kompanien des Bataillons bewährt, kann sich weiterqualifizieren. Erhält zum Beispiel die Möglichkeit zum Richtschützen, Kraftfahrer für Schützenpanzer bzw. Lastkraftwagen ausgebildet zu werden, oder gar weitere interessante Lehrgänge zu besuchen.
Schwerpunkt Basisausbildung
Bereits seit Mitte 2024 bildet das Panzergrenadierbataillon 112 wieder Rekrutinnen und Rekruten aus, wobei die Zahl der Basisausbildungszüge in den kommenden Monaten auf bis zu fünf Zügen steigen wird. Damit leistet der Bundeswehrstandort einen wichtigen Beitrag zum Aufwuchs der Truppe. Für die Rekrutinnen und Rekruten heißt es jedenfalls nun, viel zu lernen, sich bei den kommenden Herausforderungen zu beweisen und Bayerwaldgrenadiere zu werden.

Quelle: Si, Bundeswehr
Foto: Ze, Bundeswehr

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